Ausbildungszentrum

 

Wir möchten Ausbildungszentren  errichten, um  Kindern und Jugendlichen während und nach dem Schulbesuch den Erwerb von praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und somit den Broterwerb zu ermöglichen. In Simbabwe gibt es keine Ausbildung wie wir sie kennen. Schüler können je nach Bildungsabschluss weiterführend entweder die Universität oder das College besuchen. Dies ist in beiden Fällen mit erheblichen Gebühren verbunden, was sich der überwiegende Bevölkerungsteil nicht leisten kann. Demzufolge bleibt es den meisten Kindern und Jugendlichen versagt, praktische Fertigkeiten zu erlernen, um sich ihren Lebensunterhalt durch eine spätere Anstellung oder durch die Selbstständigkeit zu verdienen und sich und ihre Familien zu versorgen. Die Regierung hat demzufolge ein unterschwelliges Ausbildungsprogramm, genannt „Hexco“, ins Leben gerufen, um Schüler neben dem Besuch der Oberschule in solchen Fertigkeiten zu schulen. Da viele der Oberschulen jedoch nicht über die notwendigen Ressourcen und das entsprechende Lehrpersonal verfügen, um diese Programme anzubieten, bleibt dies in den meisten Fällen auf der Strecke. Simbabwe Advivia   möchte sich daher zukünftig vermehrt auf die Durchführung von Ausbildungsinhalten konzentrieren.

Die Bereiche des Ausbildungsprogrammes umfassen u.a. handwerkliche Lehrinhalte

  • im Bauwesen
  • in der Textilverarbeitung
  • im Feldanbau und in der Tierhaltung

 

Simbabwe bildet kaum im Handwerk aus – wir starten ein großes Ausbildungsprojekt

Das Ausbildungszentrum nimmt Gestalt an

Bilder: Raymond Zowa, Sarah Dilling

14.07.2020

Das Team aus Simbabwe ist unterwegs, um alle Informationen und Unterlagen zu sammeln, was für ein Ausbildungszentrum alles benötigt wird. Für die 15 Hektar Land in Mushandike ist ein durchdachter Bebauungs- und Nutzungsplan zu erstellen. Ein Architekt wurde gefunden,  die Baupläne sind bereits entworfen.

Das mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Gelände muss im nächsten Schritt gerodet werden.

Ein Brunnen wurde schon gebohrt. Dieser reicht nicht für das große Gelände aus, weil Anbau und Viehzucht zukünftig ein Teil der Ausbildungen sein werden. Somit ist eine weitere Bohrung nötig.

Agraranbau und Viehzucht

Agraranbau ist ein elementar wichtiger Bereich für die Menschen. Wegen des Klimawandels haben sich die Grundbedingungen für den Anbau sehr verändert. Simbabwe bangt jedes Jahr auf´s Neue, ob genug Regen fallen wird. Deshalb wird es besonders wichtig sein, die Ausbildung an die veränderten Witterungsverhältnisse anzupassen.

Da grundsätzlich in Simbabwe gerne Fleisch gegessen wird, ist die Viehwirtschaft eine zukunftsträchtige Einnahmequelle. Ob Huhn, Schwein, Ziege oder Rind gekauft wird, entscheidet die Größe des Geldbeutels.

Hühnerzucht ist in Simbabwe ein einträgliches Geschäft, weil Hühnerfleisch am erschwinglichsten ist. Auf einigen Grundstücken in Stadt und Land sieht man kleine und größere Hühnerställe. Wer kann, der züchtet und verkauft. Somit eine hilfreiche Ausbildung …