Simbabwe News

 

Berlin, den 14.09.2020

Sarah Dilling und ihre Tochter sind seit Ende August wieder zurück! Nachdem es eine lange Zeit sehr schwierig war das Land zu verlassen, war es plötzlich relativ kurzfristig möglich einen Flug nach Berlin zu bekommen.  Quarantäne und Coronatest (negativ) liegen nun hinter den Beiden. Sie stellen sich auf einen normalen Alltag mit Schule und Arbeit hier in Deutschland ein, weil noch völlig unklar ist, wann eine Rückkehr nach Simbabwe möglich sein wird.

 
Sarah Dilling, die Leiterin des Projektes, lebte von Januar bis August 2020 mit ihrer Tochter in einem kleinen Gartenhaus in einer ruhigen Wohngegend in der Hauptstadt Harare. Sie zog nach Simbabwe, um ein Ausbildungszentrum für junge Menschen ins Leben zu rufen. Sie wird uns auf dieser Seite berichten, wie sie die Entwicklung in der „Corona Zeit“ im Land erlebt …     
   

Harare, den 05.08.2020

Die Zahl der Covid 19 Erkrankten steigt sprunghaft an. Sarah hört jetzt immer wieder von Personen die an der Krankheit versterben. Die Hygienemaßnahmen werden von der Bevölkerung nicht konsequent umgesetzt. Man benutzt einen Mundschutz nur, damit man keinen Ärger mit der Polizei bekommt. So kann der Virus sich ungehindert ausbreiten. Sarah berichtet in einer Sprachnachricht davon.

 

Emily ist aus Schutzgründen überwiegend zu Hause und hat wenig Kontakt zu anderen Kindern. Sie kommt erstaunlich gut mit der Situation zurecht und denkt sich mit ihrer großen Phantasie und Kreativität wunderbare Projekte aus. Unter anderem tanzt sie voller Begeisterung. Hier ein kleiner Einblick…

 

Harare, den 06.07.2020

Die Finanzkrise des Landes spitzt sich weiter zu. Die Lehrer der Chidzikwe Secondary School erhalten umgerechnet pro Monat nur noch knapp 30,- UDS. Derzeitiger Kurs: 80 Bond = 1 UDS

 

Harare, den 26.06.2020

Während die Verteilaktionen von den aufgebauten Teams in den letzten Wochen weiter durchgeführt wurden, arbeitete sich Sarah durch den Verwaltungsdschungel von Simbabwe. Es ist ein Verein in Simbabwe gegründet worden. Um die rechtlichen Voraussetzungen für einen handlungsfähigen Verein zu erfüllen, war stundenlange Recherche nötig, worin sie ein junger Anwalt aus Simbabwe erfolgreich unterstütze. Noch sind nicht alle Wege zu den Ämtern und Ministerien abgeschlossen aber Sarah ist auf einem guten Weg.

Masvingo, den 03.06.2020

Sarah ist mit ihrer Tochter nach Masvingo gefahren, um dort eine Lebensmittelverteilung mit zu erleben. Weiterhin ist Sarah vor Ort  in der Endphase einer Vereinsgründung beschäftigt, damit der Aufbau eines Ausbildungszentrums alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. 

Harare, den 23.05.20

…Wir haben ein paar Lebensmittelpakete an eine Behinderteneinrichtung verteilt und dieses Dankschreiben bekommen.  Danke für ALL euren großartigen Einsatz. In dieser Zeit können wir durch diese Hilfe tatsächlich vielen Menschen überlebenswichtige Hilfe leisten.

Ich habe dabei immer Jakobus 1,27 vor Augen: Rein und vorbildlich Gott, unserem Vater, zu dienen bedeutet, dass wir uns um die Sorgen der Waisen und Witwen kümmern und uns nicht von der Welt verderben lassen.

 

Harare, den 14.05.2020

Sarah und ihr Team, bestehend aus Ray, Ennoc und Desire, hatten an manchen Tagen bis zur völligen Erschöpfung zu tun. Hier ein Teil einer Sprachnachricht von Sarah:

Harare, den 25.04.2020

… es war ein heftiger Tag. Wir haben ca. 350 Familien mit Lebensmittelpaketen versorgt und waren von früh 5.00 Uhr bis abends 19.00 Uhr beschäftigt. Wir haben versucht Tür-zu-Tür-Aktionen in den ländlichen Gegenden durchzuführen, das ging aber nicht. Die Menschen haben NICHTS mehr. Die Läden in den Dörfern sind komplett leer und sie kommen von dort nicht weg. Daher hat es sich natürlich in null Komma nichts herumgesprochen, dass wir Essenspakete verteilen und die Leute kamen von überall her angerannt … Das ging uns ALLEN sehr nahe. Wir waren im 4er-Team plus dem Pastor und Bright, dem Manager vom Großhändler (der auch mal eine Verteilaktion erleben wollte) und dem Lastwagenfahrer unterwegs.

Harare, den 16.04.2020 

Ein erster Einkauf bei einem Großhändler hat stattgefunden. Die Lebensmittel werden in dem Haus gelagert, wo sich die Kanzlei eines befreundeten Rechtsanwaltes befindet. Dieser setzt sich sehr für die Hilfsaktion mit ein. Emily ist mit seinen Kindern befreundet und hält sich während der Einkäufe bei der Familie auf. 

 

Harare, den 14.05.2020   
 
Sarah und ihr Team, bestehend aus Ray, Ennoc und Desire, hatten an manchen Tagen bis zur völligen Erschöpfung zu tun.       

Harare, den 12.04.2020

Am Dienstag werden die Lebensmittel gekauft, die noch in der gleichen Woche in Chitungwiza, einem dichtbesiedelten, überwiegend von Armen bewohnten Vorort von Harare, verteilt werden sollen. Waisenkinder und alte Menschen sollen bei der Verteilung bedacht werden. 

Harare, den 08.04.2020

Ab heute haben die Banken in Simbabwe wieder offen! Somit bemüht sich Sarah schnellstmöglich eine Lebensmittelverteilung organisiert zu bekommen. 

Harare, den 07.04.2020

Berlin, den 04.04.20

Sarah hatte sehr große Probleme mit ihrem Handy, das sich nicht mehr aufladen ließ. Sie konnte keine langen Texte verfassen, da das Handy gestern bei drei Prozent Ladung nicht mehr richtig funktionierte. Sie lief Gefahr, dass der Kontakt nach Deutschland abreißen würde. Es mag einem seltsam vorkommen: Viele Christen fingen an, für den Akku des Handys zu beten. Heute, im Laufe des Vormittages war das Handy wieder zu 100 Prozent geladen! Was für ein himmlisches Wunder! Nun schreibt sie uns folgendes:Berlin, den 08.04.2020

Harare, den 04.04.20
Während ich in der Küche stehe, um Brot zu backen denke ich an die Menschen in meiner Nachbarschaft 
hier in Simbabwe. Meine Brotvorräte sind langsam verbraucht, doch ich habe Mehl in meinem 
Vorratsschrank, um mich und meine Tochter zu versorgen. Viele, ja die meisten der 14 Millionen 
Simbabwer wissen nicht, wie sie die drei Wochen der Ausgangssperre überstehen sollen, da sie keine 
Vorräte besitzen. Sie hoffen inständig, dass der Staat die Zeit des sogenannten „Lockdowns“ verkürzt,
damit sie sich wieder nach draußen begeben können, um dem Geschäft des Straßenhandels nachzugehen. 
Die paar Dollar würden sie und ihre Familien für den Tag versorgen können.  
Ich befinde ich mich - anders als die meisten ausländischen Entwicklungshelfer verschiedener 
Organisationen, die kurzfristig ausgereist sind- noch im Land. Ich weiß, dass auch in Deutschland und 
anderen westlichen Staaten finanzielle Sorgen aufgrund der derzeitigen Pandemie vorhanden sind. 
Doch mir liegt es auf dem Herzen einen Aufruf für eine Lebensmittelspende durchzuführen,
um der aktuell sehr großen Not zu begegnen. Da ich mich noch im Land befinde kann ich diesen Vorteil
nutzen. Von daher bitte ich dich, wenn du vielleicht ein paar oder auch mehr Euro entbehren kannst, 
dieses auf das unten angegebene Spendenkonto zu überweisen. 
Jeder Euro hilft und kommt den Menschen im Land zugute. Ich persönlich werde die Aktion mit einem 
Team durchführen.
Kontonummer:
Advivia gGmbH – IBAN: DE83 1005 0000 0190 7302 42
Stichwort "Simbabwe Lebensmittelspende“

Harare, den 31.03.20
*Zu uns* *Mir und Emily geht es soweit gut. Wir sind für die nächsten Wochen ausreichend mit 
Lebensmitteln und Toilettenpapier ? versorgt. *Wir haben vergangene Woche Emilys Schulbücher 
eingesammelt, so dass sie nun täglich ihre Aufgaben machen und ich sie anschließend korrigieren 
kann. Ihre Lehrerin hat für dieses „Homeschooling“-Programm eine Whatsapp-Gruppe eingerichtet, 
wo sie täglich die Aufgaben postet. Emily hat Freude daran. Heute kam -Gott sei Dank- die 
**Wasserlieferung*, die uns die kommende Woche versorgt. Hoffen wir, dass diese Dienstleistung 
nicht eingestellt wird (der Staat versorgt uns nicht mit Wasser obwohl meine Vermieter monatlich 
dafür zahlen müssen...) Für den Fall der Fälle habe ich ein paar Reservekanister besorgt und 
befüllt, die uns im Notfall für ein paar Tage mit Wasser versorgen. Ein Freund unseres Vermieters 
besitzt zudem einen Brunnen, wo wir zumindest unsere kleineren Kanister mit Trinkwasser befüllen 
können, wenn es schwierig wird. *Wir wohnen hier in einem sehr gemütlichen Häuschen mit Garten 
das sich auf dem gleichen Grundstück befindet auf dem auch unsere Vermieter, ein älteres weißes 
Ehepaar, wohnen. Wir sorgen gegenseitig füreinander und sind einander in dieser Zeit eine große 
Stütze. Für sie sind wir wie Familie, da ihre einzige Tochter mit Familie in Australien lebt. 
*Durch eine installierte Solaranlage, die ich am Samstag nach Ankündigung der Ausgangssperre noch 
schnell organisieren konnte, haben wir nun auch dauerhaft Strom! Großer Dank an mein Team! ? 
*Es kamen häufig Fragen, ob ich mich auf die Rückkehrerliste und in „ELEFAND“ habe eintragen 
lassen. JA, habe ich. Allerdings gibt es keine kommerzielle Ausreisemöglichkeit aus Simbabwe, 
da der Flugverkehr komplett eingestellt wurde. Von der deutschen Botschaft habe ich mehrfach 
die Nachricht erhalten, dass keine Rückholaktionen momentan für Simbabwe vorgesehen sind. 
Sollte sich das ändern, werde ich umgehend informiert.

*Zum Land* *Obwohl offiziell nur von sieben Covid-19-Fällen die Rede ist(wir alle wissen es 
sind weitaus mehr.) wurde am Samstag kurzfristig der Lockdown (Ausgangssperre) für Montag 
angekündigt. Er soll erst mal drei Wochen andauern. Durch die kurzfristige Ankündigung wurde 
die Bevölkerung nicht vorgewarnt und hatte für das Vorbereiten essentieller Dinge wie Gasflaschen 
befüllen um Kochen zu können wenn der Strom ausfällt) nur Samstag Vormittag Zeit. Ab Samstag Mittag 
waren viele Läden und Banken wieder (regulär) geschlossen. *Der Lockdown ist gestern in Kraft 
getreten. Der Staat ein generelles Verbot verhängt, so dass auch sämtliche Firmen geschlossen sind. 
Nicht auszumalen, was das für die Wirtschaft bedeutet. Auch Banken haben zu, so dass die Bevölkerung
nicht mal an ihre Reserven können und auch wir per Western Union oder Worldremit kein Geld abholen 
können. *Der Großteil der Bevölkerung (95 %) ist arbeitslos und schlägt sich tag täglich mit 
Gelegenheitsjobs durch. Sie leben praktisch von der Hand in den Mund und können sich keinen Vorrat 
über drei Wochen leisten. Da der Staat mit Polizei und Armee drastisch durchgreift die Sperre 
umzusetzen, haben viele Simbabwer Angst zu verhungern. *Die Leute machen sich nun darauf gefasst, 
dass es zu großen Unruhen kommen wird...

Kontonummer:
Advivia gGmbH – IBAN: DE83 1005 0000 0190 7302 42
Stichwort „Simbabwe“

15.04.2020 Video eines Einkaufes beim Großhändler in Harare. Die Ware wird im Haus einer Rechtsanwaltskanzlei gelagert.               

 
Berlin, den 21.04.2020 Heute wurde bei ERF plus ein Interview mit Sarah über die Situation im Corona Lockdown in Simbabwe  gesendet. Hier der Link: ERF plus               

Morgen, am 22.04.2020 kann man gegen 6.35 Uhr ein Interview mit RBB Radio 1 und Sarah hören oder später auf der Internetseite nachhören.

Harare, den 21.04.2020 Neue Nachricht von Sarah