Reisebericht von Beate Nagel

 

 

  

 

Meine Zeit in Simbabwe vom 9.3.- 23.3.2020:

Eigentlich war meine Zeit in Simbabwe vom 9.3.-7.4. geplant und gebucht, wobei die ganz anfängliche Überlegung mal 3 Monate war und es wurde schon in den Monaten davor immer weniger. Als ich dann den Flug buchte, hatte ich nur Frieden für diesen Zeitabschnitt. Als ich damit mehr ins Gebet ging, wurde mir klar, dass es genau die Zeit ist, für die man in Simbabwe ein Touristenvisum bekommt. Schon im Vorfeld merkte ich, dass das Eintreffen vom Coronavirus mich sehr nervös machte und ich viel betete, dass ich überhaupt fliegen kann. Wir hatten schon viel mit unseren Geschwistern in Simbabwe geplant und angedacht und da ich zwei Koffer mitnehmen durfte, wollte ich auch Stoffe, T-Shirts, Nähmaterial für Chidzikwe und Scripture Union, sowie Kleinigkeiten für Sarah und Emily mitnehmen. Außerdem hatten wieder viele Kinder Briefe an simbabwische Kinder geschrieben. Einige Tage vor meiner Reise begannen meine Knie plötzlich sehr wehzutun und ich konnte kaum laufen. Als wir dann am Sonntag vor meiner Abreise noch mit den Kindern der Kinderarche über Simbabwe sprachen und eine Briefaktion machten, beteten die Kinder für meine Knie und schon kurz danach merkte ich, dass ich beweglicher wurde und im Laufe des Sonntags konnte ich meine Knie wieder richtig bewegen. Danke Jesus.

Da ich für meine Vehältnisse viel Bargeld mitnehmen musste, graute es mich etwas vor dem Flug. Aber auch hier hielt Gott seine Hand drüber. Überall gab er mir helfende Hände zur Seite, so dass ich Koffer und Handgepäck nicht schleppen musste. Als ich in Harare ankam, durfte ich erst einmal 3 Tage mit Sarah unserer Initiatorin und ihrer Tochter Emily Dilling in Harare genießen. Ich lernte vor Ort einen neuen Mitarbeiter kennen und durfte auch Emilys Schule und Sarahs und Emilys Zuhause sehen. Ich nutzte die Zeit auch, um gemeinsame Freunde zu besuchen. Am Freitag ging es dann weiter nach Masvingo. Schon 2017 lernte ich Familie Johnson und die Immanuel Baptist Church kennen, bei denen ich auch jetzt wieder ein (geistliches) Zuhause für die geplante Zeit fand. Geplant waren eigentlich zwei Wochen Scripture Union und danach eine Woche Chidzikwe. Alington der Schulleiter von Chidzikwe war allerdings der Erste, der mir in Masvingo begegnete. Da er auch unser neues Grundstück kennt und einer der Visionäre für das geplante Ausbildungszentrum ist, planten wir dann für die erste Woche gleich das Besichtigen des neuen Grundstückes, einen kleinen Großeinkauf und etwas Chidzikwezeit, um auch Waisenkinder dort zu besuchen. Erst hatte ich schon etwas mit dem Umschmeißen des Zeitplanes zu kämpfen, da ich ein sehr stetiger Mensch bin. Ndina von Scripture Union ging aber recht relaxt damit um und im Nachhinein weiß ich, dass Gott diese Zeit umgeplant hatte, da er schon vorher wusste, dass ich nur wenig Zeit in Masvingo habe. Durch meine Knieprobleme im Vorfeld hatte Ndina nicht so viele Schulen angeschrieben, wie sie es erst angekündigt hat. Daher besuchten wir zusammen vier Schulen, führten die Briefaktion durch und sprachen mit den Bibelgruppen über die Gründe, die sie zum Danken und Loben finden. Wir lernten den Refrain von „Bless the Lord oh my soul“ Ein Chor einer Blindenschule machte das Lied zu seinem Lied und sang es dann auch gleich mehrstimmig. Außerdem gehört zu Scripture Union eine Farm, die ich am Montag auch gleich besichtigen durfte. Auch eine kurze Zeit mit den Straßenkindern in Scripture Union durfte ich haben. Ich hatte vor Ort anstatt drei Wochen vier Tage. Aber die waren sehr ausgefüllt und mit guten Begegnungen gesegnet und letztlich von Gott geplant.

Neben dem normalen täglichen Programm stand der Draht zur Advivialeitung in Harare so gut es ging. Öfters mal mit leerem Akku, da es am Tag in Masvingo keinen Strom gibt. Auch immer  Guthaben für das Handy zu bekommen, war wegen der wirtschaftlichen Situation nicht selbstverständlich. Am Donnerstag stellte sich dann endgültig raus, dass ich am Freitag wieder nach Harare fahren muss und von dort dann zum Wochenende zurück fliegen werde. Da Paul, mein Gastvater, am Freitag sowieso in Harare zu tun hatte, bot es sich an. Auch ein lieber Freund aus der Gemeinde, den ich bis dahin noch nicht richtig gesehen hatte, begleitete uns. Während dieser Zeit wurde in Neuseeland und Deutschland fieberhaft an Flugbuchungen für mich und auch Sarah und Emily gearbeitet und es stellte sich heraus, dass ich allein am Samstag fliegen werde und 2,5 Tage Reise vor mir habe mit langen Aufenthalten in Johannesburg und London.  Am Samstag stellte ich dann fest, dass es für deutsche Leute schon ein sehr brenzlicher Reisezeitpunkt war. Da nicht alles zusammen gebucht werden konnte, wurde mein Reisepass und mein Flug in Harare erst einmal geprüft und mit Südafrika abgeklärt, ob ich überhaupt ins Land einreisen kann. Südafrika war für Deutschland und andere Länder geschlossen. Da ich nur zu Transitzwecken einreisen wollte, klappte es. Die Fluggesellschaft kümmerte sich auch darum, meinen Koffer in meine weiteren Flüge einzubuchen und holte mich in Südafrika namentlich zu sich, um meine Flugnummern zu notieren und mir weitere Anweisungen für den Weg mitzugeben. Von einer Amerikanerin erfuhr ich später, dass Reisende aus einigen Ländern gesperrt waren und auch nicht ihr Gepäck holen durften. Mit ihr hatte ich, während meiner 12 Stunden Aufenthalt in Johannesburg ein längeres Gespräch, in der auch Glaubensfragen erörtert wurden. Später konnte ich mich dann noch mit Bärbel treffen, die gerade auf dem Heimweg von Lesotho nach Berlin war. In London verpasste ich leider meinen Anschlussflug, da die Größe des Flughafens meine kleinen Dimensionen völlig überstiegen. Gott sei Dank gab es dann noch einen Platz im zweiten Flieger der an diesem Tag nach Deutschland flog. (Alle anderen wurden gecancelt. Da aber nur die Rückkehrer nach Deutschland fliegen durften, war er nur halb voll.) Leider ist nur mein Koffer mit dem ersten Flieger geflogen und ich warte bis jetzt auf ihn, da in Tegel alles nur per Internet gemacht werden konnte. Jetzt bin ich erst einmal für zwei Wochen in Quarantäne.

In Simbabwe müssen die Leute vom 30.3.-19.4. auch in Quarantäne gehen. Außer Lebensmittelgeschäfte sind Geschäfte und Schulen geschlossen und Camps, die in meiner Zeit auch geplant waren, wurden schon in der Zeit abgesagt, als ich in Masvingo war. Da dort die Menschen von ihren täglichen Verkäufen auf der Straße leben und Gelder hinten und vorn nicht reichen, wissen wir nicht, wie die Menschen dort überleben können. Bitte betet um Gottes Versorgung und Schutz in diesen schwierigen Zeiten.  Sarah und Emily sind noch in Simbabwe. Sie sind mit Wasser, Lebensmitteln und eigener Solarstromversorgung so gut sie es selbst können, gut gerüstet. Bitte betet auch um Schutz für sie.  

Beate Nagel

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